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Sommer 2010

Trendthemen

Jede neue Kollektion wird von ganz unterschiedlichen Einflüssen inspiriert. Teils werden hierfür aktuelle Themen aus der Mode aufgegriffen und interpretiert, oft sind es aber auch politische, gesellschaftliche oder kulturelle Ereignisse sowie ganz persönliche Erlebnisse, die in die Gestaltung einfließen.

Ein Thema diesen Sommer ist das Italienbild der 50er Jahre. Verschlafene Dörfer, pittoreske Häfen und alte Fischerboote mit zerschlissenen Netzen stehen synonym für Romantik und Fernweh. Sonne, Strand, verblichene Farben und die Bademode der 40er und 50er Jahre sind wesentliche Bestandteile der kollektiven Sehnsucht nach einem idyllischen Urlaub am Meer. Italiensouvenirs und Schlager reflektieren dieses Gefühl. In der Kunst kommt es zu einer Renaissance des Abstrakten. Angelehnt daran finden asymmetrische Formen Einzug in die Alltagskultur. Die Damenmode ist vom "New Look" beeinflusst. Petticoats, Peeptoes und Pastelltöne sind dabei auch Ausdruck des amerikanischen Lebensgefühls dieser Zeit.





Ein weiteres Thema der aktuellen Kollektion ist die Mode des Spanischen Barock. Geprägt von der Gegenreformation lösen strenge, mathematische Formen die als zu wenig fromm geltende Kleidung der Renaissance ab. Schwarz wird zur dominanten Farbe. Die natürlichen Körperformen sind unter den charakteristischen Wattierungen verborgen. Einschnitte erzeugen aus der Flächigkeit der Materialien heraus eine eindrucksvolle Dreidimensionalität.

Vielfältige Inspirationen gab auch die traditionelle Lebensweise von Gauchos und Vaqueros. Dickes, wie stark gealtert wirkendes Leder erinnert ebenso wie kunstvoll geflochtene Riemen und Fransen an deren folkloristische Kleidung und handwerkliche Erzeugnisse. Naturbelassene Farben und eine offenkantige Verarbeitung unterstreichen den rustikalen Charakter. Ein weiteres Motiv dieser Saison ist der Jugendstil mit seinen flächenhaften floralen Ornamenten und verschlungenen Linien. Der ihm innewohnende Hang zu Imaginärem und Märchenhaftem spiegelt sich dabei in der neuen Kollektion ebenso wider wie die filigrane Zerbrechlichkeit der Formen.
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Auch bei den Kindern zeigen ein Modell mit aufwendig geflochtenem Schaft sowie ein optisch zurückgenommener Ballerina und eine schlichte Sandale alle Facetten der neuen Kollektion.
Basierend auf dem Spiel mit »offen« und »geschlossen« entstanden unprätentiöse Modelle, deren Einfachheit eine zeitlose Eleganz ausstrahlt.
Gestrickte Oberteile als Gegenreaktion auf die allgegenwärtige Hektik, gradlinige Modelle, deren dekorative Elemente immer auch funktionale Zwecke erfüllen und Schnittexperimente, die die Grenzen des technisch Möglichen ausloten, sind die Themen der aktuellen Penna-Kollektion.
 
 
Aus der Beschäftigung mit dem Thema »Zeit« sind in der Holz-Kollektion unter anderem Modelle entstanden, deren Riemen in aufwendiger Hand- arbeit mit eingewebten Leder- bändchen verziert und teil- weise zusätzlich plissiert sind.
Variable Schnürungen, teils unter Einbeziehung zeit- intensiver Handarbeit, teils mit elastischen Senkeln, sind ein Gestaltungsmerkmal der neuen Cup-Kollektion. Die ausgeprägte Struktur des »mfl« genannten, gewasche- nen Elchleders verstärkt den Ausdruck der entsprechenden Modelle zusätzlich.
Die ineinander verwobenen Riemen und Einschnitte lassen die Oberflächen der neuen Mens Closed Modelle mit jeder Bewegung zu eigenem Leben erwachen.
Ausgehend von Begriffen wie »Schnelligkeit« und »Schnell- lebigkeit« sind in der Umkeh- rung Modelle entstanden, die sich mit der Umsetzbarkeit aufwendiger Handarbeit in der seriellen Herstellung befassen. Komplettiert wird die neue Womens Closed-Kollektion durch für die Trippen eigene Formensprache so charak- teristische, geometrische Abstraktionen.
Schlichte Sandalen und Peep-Toes, die reizvolle Einblicke gewähren, und Pumps mit einer eleganten runden Spitze ergeben bei der neuen Happy-Kollektion ein ästhetisch höchst anspre- chendes Gesamtbild.
Die Box-Kollektion umfasst modern interpretierte Pla- teau-Sohlen, deren Auftritts- fläche auf zwei Quader reduziert ist. Die vielfachen Überlagerungen und asymmetrisch angeordneten Schnittteile sind eine Hommage an die italienische Design-Gruppe »Memphis«, deren Entwürfe in den 80er Jahren stilprägend waren.